«Morgens der Erste und abends der Letzte»

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Jürg Kobel ist mit Leib und Seele Geschäftsführer und Mit-Inhaber des 1904 in Bümpliz gegründeten Traditionsunternehmens W. + J. Kobel AG. Im Interview berichtet der gelernte Maurer EFZ und diplomierte Bauführer aus seinem Berufsalltag.

Welche Dienstleistungen bieten Sie an?

Die Firma W.+ J. Kobel AG ist seit über einem Jahrhundert im Westen von Bern mit Baumeisterarbeiten aller Art in verschieden Bereichen tätig. Grundsätzlich sind unsere Mitarbeiter Allrounder und jeder hat dann noch ein oder mehrere Spezialgebiete, die er besonders gut beherrscht. Wir legen Wert auf qualitativ gute und solide Arbeit. Nebst Neubauten sind wir vor allem stark in Umbauten und Sanierungen. Mit unserem flexiblen Kundendienst können wir auch kurzfristige Arbeiten ausführen. Unter kobel-ag.ch können Sie unser ganzes Tätigkeitsgebiet ansehen.

Wie sieht Ihre Kundenstruktur aus?

Den typischen Kunden gibt es bei uns nicht. Nebst vielen Privatkunden gehören auch Verwaltungen, Architekten, Mehr- und Einfamilienhausbesitzer sowie Geschäfte und Pensionskassen zu unserer Kundschaft. Aufträge von der Stadt, dem Kanton und vom Bund runden den Kundenstamm ab.

Was macht ein gutes Baugeschäft aus?

Termingerechte und gute Arbeit zu einem fairen Preis.

Was macht gerade ihre Dienstleistungen so besonders?

Durch das breite Bauwissen kann mit dem Kunden die optimale Lösung gefunden werden.

Würden Sie selbst Ihre Diensleistungen in Anspruch nehmen?

Klar und auch immer wieder. 

Wie macht man sich gerade im Stadtteil VI einen Namen als Unternehmer?

Seriöses Geschäften und gute Kontakte. Durch die langjährige Mitgliedschaft im Gewerbeverein KMU Bern West hat sich schon manche gute Beziehung entwickelt.

Was verbindet Ihr Unternehmen und Sie persönlich mit dem Stadtteil VI?

Das Baugeschäft Kobel ist hier in Bümpliz im Stöckacker im Jahre 1904 von meinem Urgrossvater gegründet worden. Selber bin ich auch in Bümpliz aufgewachsen.

Wie meistert Ihr Unternehmen die aktuelle Coronakrise?

Glücklicherweise sind wir bisher verschont geblieben und alle Mitarbeiter sind gesund. Die Baubranche ist bisher bis auf einen Umsatzrückgang gut durch diese Krise gekommen.

Wie präsent sind Sie als Chef in Ihrem Unternehmen?

Morgens der Erste und Abends der Letzte. So ist es in einem kleineren Betrieb.

Und jetzt brechen Sie mal eine Lanze für Ihr Team.

Ohne mein Team ginge es gar nicht! Ich bin froh um die Zuverlässigkeit all meiner Mitarbeiter und schätze dies auch.

Wie entspannen Sie sich nach einem harten Tag im Unternehmen?

Ob hart oder nicht: So etwa drei Mal in der Woche mache ich als Ausgleich Sport und Bewegung. Feines Essen, danach die Beine hoch und etwas Ausspannen gehört auch dazu.

Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche und private Zukunft?

Beruflich wünsche ich uns viele interessante Aufträge mit zufriedenen Kunden und Mitarbeitern. Privat möchte ich in ein paar Jahren etwas kürzer treten, um etwas mehr freie Zeit für mich, meine Familie und meine Freunde haben zu können.

ZUR PERSON
Jürg Kobel (53)
ist ein waschechter Bümplizer. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Der Maurer EFZ und diplomierte Bauführer ist seit 1993 im Unternehmen, das sein Urgrossvater 1904 in Bümpliz gegründet hat. Zu seinen Hobbys zählen Wandern, Sport und die Natur geniessen. Sein Lieblingsort in Bern West ist die Weyerli Badi im Sommer.

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