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Gegen 900 Lämpchen bringen Weihnachten nach Bümpliz

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Legende: Nostrud exerci tation EC Consectetuore ullamcorper Foto: zvg

Der Teufel sitzt bekanntlich im Detail: Was auf den ersten Blick einfach aussieht, erfordert eine Menge Kleinstarbeit und Vorbereitung. Wir haben Ueli Jaisli, Luigi Brenca und Patrizio Panicali beim Aufbau der Weihnachtsbeleuchtung über die Schulter geguckt und mit den beiden Initianten gesprochen.

Was unterscheidet die diesjährige Weihnachtsbeleuchtung von jener im 2020?
Luigi Brenca: Sie ist vollendeter als letztes Jahr. Die im 2020 bestehende Lücke zwischen unterer und oberer Baumreihe gibt es nicht mehr. Auf der Höhe des Restaurants Sternen haben wir neu einen grossen Stern an der Oberleitung der Strassenbeleuchtung angebracht.

2020 steuerte die Stadt einen Beitrag bei. Und in diesem Jahr?
Ueli Jaisli: Stadtpräsident Alec von Graffenried zeigte sich unserem Anliegen gegenüber sehr zugetan und hat uns wieder einen Betrag im letztjährigen Rahmen in Aussicht gestellt. Nach letzten Verhandlungen wird auch dieses Jahr ein Unterstützungsbeitrag gesprochen.

Die Kosten werden in diesem Jahr wohl etwas geringer sein. Die Lämpchen haben Sie ja schon.
Brenca: Ein Teil der LED-Lämpchen und die Kabel sind vorhanden. Aber wir mussten zusätzlich ein breites Band beschaffen und nähen, um die Kabel schonend an den Bäumen zu befestigen, damit weniger Druckstellen entstehen. Auch kam der Stern dazu und die zusätzlichen Lämpchen als «Füller» der Lücke vom letzten Jahr. Energie Wasser Bern (ewb) stellt wieder die Anschlüsse zur Verfügung. 
Wie viele Spenden gingen letztes Jahr aufgrund des Aufrufs ein?
Jaisli: Es waren rund 1200 Franken. Für die diesjährige Weihnachtsbeleuchtung gingen bis jetzt 200 Franken ein. Die Beiträge aus der Bevölkerung sind enorm wichtig, auch für die Zukunft der Weihnachtsbeleuchtung.
Brenca: Künftig bewegt sich das Budget für die Installation bei etwa 3000 Franken. Wir benötigen dazu ein Spezialfahrzeug mit beweglichem Kran. Alles muss jeweils auf seine Funktionalität geprüft werden. Man kann nicht einfach nach einem Jahr das Material ungeprüft aus dem Keller holen und aufhängen! Zu den jährlichen Fixkosten kommt noch die Lagermiete für das Material.

Wie lange dauert jeweils der Auf- und Abbau?
Brenca: Wir benötigen dazu insgesamt etwa zwölf Stunden: einen halben Tag zum Aufhängen und einen halben Tag für die Deinstallation. 

Wie viele freiwillige Helfer benötigen Sie?
Brenca: Wir sind zu dritt, das ist ideal so. In diesem Jahr macht mit Patrizio Panicali erstmals ein langjähriger, ehemaliger Schulkollege von mir mit. 
Jaisli: Wichtig ist, dass ohne grosse Worte jeder Handgriff sitzt. So kommen wir zügig voran.
Bis wann lassen Sie die Beleuchtung stehen?
Brenca: Die rund 900 Lämpchen leuchten noch bis etwa Mitte Januar 2022 in der Fussgängerzone. 

Wie sieht die Zukunft der Beleuchtungsaktion aus?
Jaisli: Wenn wir die Beleuchtung weiterhin finanzieren können, werden wir die Fussgängerzone jedes Jahr schmücken. Ich bin mit der Stadt in Verhandlung, dass wir künftig eine Leistungsvereinbarung abschliessen können, damit eine Teilfinanzierung für die nächsten Jahre gesichert ist. 
Brenca: Vorderhand halten wir an der bestehenden Dekoration fest, dafür haben wir ja nun das nötige Material. Zudem ermuntern uns die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, weiterhin die Lichterkette zu installieren. 

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