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Den Oktober und den November einfach vergessen

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Der SC Wohlensee ist nicht nur der wohl schönstgelegene Fussballklub in der Region Bern, sondern gleich nach dem benachbarten Tennisclub auch der grösste Verein der Gemeinde Wohlen. 2023 stehen die Festivitäten für das 50-Jahr-Jubiläum an. 

Insgesamt 13 Teams, davon nicht weniger als deren zehn im Nachwuchs, gehen für den SCW auf Punktejagd, womit bereits gesagt ist, dass der Klub in Hinterkappelen und Umgebung auch in sozialer Hinsicht mit der Integration zahlreicher Junioren mit Migrationshintergrund eine wichtige Funktion ausübt.

Aushängeschild des Vereins direkt an den Gestaden des Wohlensees gelegen, ist das Fanionteam, das in der 3. Liga aktiv ist. Trainer ist Fabian Walther, ein Ur-Wohlenseer, der seine ganze Karriere als Junior und Aktiver beim SCW verbracht hat und jetzt seit fünf Jahren auch Cheftrainer der ersten Mannschaft ist, die mit zwei Ausnahmen aus lauter Eigengewächsen zusammengestellt ist. Das Team zeigte in der ersten Saisonhälfte zwei Gesichter. «Wir begannen gut, lagen nach sieben Spielen in der Spitzengruppe, doch die letzten vier Partien gingen allesamt verloren. Betrachten wir die Lage realistisch, bleibt uns in der Rückrunde nach vorne nur eine Verbesserung der derzeitigen Platzierung, mit dem Aufstieg haben wir nichts zu tun», sagt Fabian Walther. Doch der Coach hat bereits grosse Pläne für die kommende Saison. «Wir wollen weitere Nachwuchsspieler einbauen, die bereits mit uns trainieren und zum Teil in der laufenden Meisterschaft zu Einsätzen in der ersten Mannschaft kamen, uns in allen Belangen weiter verbessern und im kommenden Jahr einen Platz in den Top-Drei anstreben.» Der Coach hat bereits Ideen und Pläne, wie er diese hochgesteckten Ziele erreichen will. «Einfach spielen, in einer soliden Defensive den Grundstein legen, generell etwas höher stehen und im Mittelfeld ein Pressing aufziehen.» Klar sind dies hohe Ziele, doch Fabian Walther ist sich bewusst, dass er nicht ein Team auf Champions League-Niveau, sondern einen 3.-Liga-Klub trainiert und entsprechend sind auch seine Ansprüche an die Spieler, die zweimal wöchentlich trainieren.

Sechs Vorbereitungsspiele
Ehe am 2. April mit dem Auswärtsspiel gegen Münsingen der Auftakt zur Rückrunde erfolgt, wird der SCW zwischen dem 12. Februar und dem 26. März nicht weniger als sechs Testspiele absolvieren, davon zwei gegen die oberklassigen 2.-Liga-Vereine SC Bümpliz 78 und AS Italiana sowie deren vier gegen Spitzenklubs aus der 3. Liga, Worb, Frutigen, Wyler und Grosshöchstetten. «Die Spieler sollen in diesen Begegnungen an ihre Grenzen gehen und gegen spielstarke Teams so bestens auf die Rückrunde vorbereitet werden», sagt Fabian Walther, dessen gesamtes Kader seit Mitte Januar wieder im Training steht.

Die Stimmung bleibt optimistisch
Im SC Wohlensee herrscht trotz den zuletzt vier Niederlagen in Serie mit einem Torverhältnis von 4:13 «Friede, Freude, Eierkuchen». Man will zwar den Oktober und den November möglichst rasch vergessen, doch die Stimmung bleibt optimistisch und der Vorstand übt keinerlei Druck aus. «Die Kommunikation zwischen den Aktiven und der Klubleitung ist optimal, auch die Zusammenarbeit mit dem SC Radelfingen bei den Junioren und dem FC Goldstern bei den Senioren klappt bestens», freut sich Fabian Walther auf die kommenden Spiele, in denen der SCW die Niederlagenserie beenden und sich weiter in der Tabelle nach vorne arbeiten will. 

Zur Person
Fabian Walther wurde am 10. Juni 1985 Bern geboren. Er war ab 1995 als Junior und Aktiver Spieler im SC Wohlensee und ist seit 2017 Coach der ersten Mannschaft. Walther ist ledig und wohnt in Bümpliz.

SC WOHLENSEE
Gegründet 1973. Drei Aktivmannschaften (3., 4. und 5. Liga), eine Seniorenmannschaft Ü30, davon neun im Nachwuchs und eine Fussballschule.

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