Abschluss der ersten Bauetappe

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Der Schulpavillon Volksschule Bethlehemacker von aussen. Foto: Rasmus Norlander

Die erste Etappe auf der Baustelle zur Sanierung und Erweiterung der Volksschule Bethlehemacker ist abgeschlossen: Die Pavillons und eine der beiden Turnhallen sind saniert und können aufs neue Schuljahr hin in Betrieb genommen werden.

«Wie geplant konnte die erste Bauetappe der Sanierung und Erweiterung der Volksschule Bethlehemacker diesen Sommer abgeschlossen werden», schreibt die Stadt Bern in einer Mitteilung. Die fünf bestehenden Schulpavillons wurden nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit saniert und böten den Schulkindern der Unter- und Mittelstufe künftig ein zeitgemässes Lernumfeld. Sie umfassen nebst Klassenzimmern und Gruppenräumen auch verschiedene Fachzimmer sowie Räumlichkeiten für die Lehrpersonen und die Schulleitung. «Die Pavillons erfüllen den Standard Minergie-Eco, und auf den Dächern wurden vollflächig ins Dach integrierte Photovoltaikanlagen installiert. Das äussere Erscheinungsbild der Pavillons ist weitgehend unverändert geblieben», heisst es weiter. Die Fassaden und Innenräume haben ihre historische Farbgebung aus den 1950er-Jahren zurückerhalten und die Wandbilder bei den Eingängen wurden restauriert. Weiter wurde in der ersten Bauetappe der Westflügel des Turnhallentraktes saniert, in dem sich eine Turnhalle, Garderoben und sanitäre Anlagen befinden.

Aussenraum aufgewertet, Brunnen restauriert
Der Aussenraum der Schulanlage wurde ebenfalls erneuert und aufgewertet. Die neu gepflanzten Hecken und Bäume sollen die Biodiversität fördern, weitere Pflanzungen folgen in der zweiten Bauetappe. Insgesamt verringert sich die versiegelte Fläche auf dem Schulareal mit der Sanierung um rund 19 Prozent. Der grosse, brach gelegene Schulgarten wurde instandgesetzt und kann von den Schüler*innen neu bepflanzt werden. Im Weiteren ist der Wasserspiel-Brunnen, der sich auf dem Schulareal befindet, restauriert und bereits in Betrieb. Der Brunnen und die restaurierten Wandbilder sind Werke des Berner Künstlers Walter Linck.

Zweite Bauetappe: Neubau Oberstufengebäude
In der nun startenden zweiten Bauetappe, die voraussichtlich bis Juni 2024 dauern wird, wird das alte Oberstufengebäude rückgebaut und ein Neubau für 12 Klassen erstellt. Im Neubau untergebracht werden unter anderem auch die Tagesbetreuung für Schulkinder inklusive Produktionsküche sowie eine Schulbibliothek. Das neue Gebäude aus vorfabrizierten Holz- und Betonelementen wird das erste Schulhaus der Stadt Bern sein, das den Standard Minergie-A erfüllt. Zudem wird eine Zertifizierung mit dem Label SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) angestrebt. Dank einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes wird das neue Oberstufengebäude mehr Energie produzieren, als es selbst benötigt. Im Weiteren wird in der zweiten Bauetappe der östliche Teil des Turnhallentraktes saniert, in dem sich im unteren Geschoss auch ein Lehrschwimmbecken befindet.

Separate Zufahrtswege für Bauverkehr
Zum Schutz der Anwohnenden vor Baustellenverkehr sind für die gesamte Bauzeit separate Fahrpisten angelegt, die am Rande des Quartiers zum Schulareal führen. Die Fahrpisten werden nach der Sanierung rückgebaut. Im Februar 2020 hatten die Stimmberechtigten der Stadt Bern für die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Bethlehemacker einem Baukredit in der Höhe von 63,85 Millionen Franken zugestimmt. 

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