Die Sanierung der Schule Schwabgut an der Urne

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Der Innenhof des Schulhofes Schwabgut. Foto: zvg

Genau 60 Jahre ist es her, als die Schule Schwabgut eröffnet wurde. Einer der damaligen Festredner: Ein gewisser «Herr Gemeindrat Dr. R. Tschäppät, städtischer Baudirektor», der spätere Stadtpräsident, nicht mit seinem Sohn Alexander zu verwechseln. Songs, die beim Anlass von den Klassen Ic und IIb,d,e vorgetragen wurden: «Der Schnee zerrinnt» von Schubert oder «Der Jäger in dem grünen Wald, der sucht des Tierleins Aufenthalt».

Beim Besuch präsentiert sich das Schulhaus Schwabgut heute wie so manches Schulhaus, das vor über einem halben Jahrhundert gebaut wurde: Lange Gänge, viele Zimmer, Turnhallentrakt, grosszügige Aussenräume. Erst bei genauerem Hinsehen wird dem Betrachter bewusst, dass hier eine grössere Aufgabe bevorsteht, trotz Sanierungsmassnahmen vor ungefähr 25 Jahren, als spezielle Isolationen als Luxus galten, zusätzliche Zimmer als Reserve ohnehin. Heute werden an dieser Volksschule 19 Klassen unterrichtet, der Bedarf an zusätzlichem Raum ist eine unabdingbare Notwendigkeit.

Mit Fotovoltaikanlagen
Die Krux für die Architekten: Die Gebäude sind von der Denkmalpflege als schützenswert eingestuft. Eine Vorgabe, über die man sich streiten kann. Geplant ist insbesondere eine bessere Dämmung der Gebäude. So sollen sämtliche Fenster ersetzt sowie die Dächer und Aussenwände zusätzlich isoliert werden. Weiter ist vorgesehen, die Haustechnik sowie Toiletten- und Duschanlagen komplett zu erneuern. Die Innenwände erhalten einen neuen Anstrich, die Heizung wird ans Fernwärmenetz angeschlossen. Auf den Dächern werden Fotovoltaikanlagen zur Stromproduktion installiert.

Schulleiter Markus Gerber, der sich auf das «neue» Schulhaus freut und auf eine klare Zustimmung hofft: «Mit der neuen Raumaufteilung können fünf weitere Klassen unterrichtet werden. Und durch den Einbau von Verbindungstüren zwischen Klassenzimmern und Gruppenräumen wird ein flexibler Unterricht möglich, zum Vorteil der Lehrer- und der Schülerschaft.»

Vierjährige Bauzeit
Der Aussenraum soll auch für die Quartierbevölkerung attraktiver gestaltet werden. Die heute asphaltierten Pausenflächen werden teilweise entsiegelt und die Grünflächen naturnäher gestaltet. Ausserdem werden zusätzliche Bäume gepflanzt und zusätzliche Spielgeräte sowie Sitzgelegenheiten installiert. Der Baukredit beträgt 50 Millionen Franken. Die vierjährigen Bauarbeiten werden etappiert. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen.

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