Die neue Bornhauser-Kolumne: Caroline Kennedy

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Thomas Bornhauser Buchautor. Foto: SRF

Gute Frage, liebe Lesende. Was hat Caroline Kennedy in der BümplizWoche zu suchen, resp. verloren? Ich erkläre es Ihnen im übernächsten Abschnitt. Ältere Semester – ich zähle mich dazu – können sich noch an das Begräbnis von John F. Kennedy erinnern. Jackie Kennedy vor der St. Matthew’s Cathedral, ihre beiden Kinder an der Hand, der damals dreijährige John-John salutiert vor dem Sarg seines Vaters. John-John ist seit über 20 Jahren verstorben, seine Schwester Caroline – Neil Diamond hat ihr den Titel «Sweet Caroline» gewidmet – hat im diplomatischen Dienst Karriere gemacht, ist heute US-Botschafterin in Australien.

Weil selber in den USA aufgewachsen, verfolge ich die Politik ziemlich aufmerksam, sie beunruhigt mich gegenwärtig. Weshalb also nicht die Demokratin Caroline Kennedy für die Wahlen 2024 aufbauen? Gegen sie hätte Mister Trump, oder wer auch immer, null Chancen, meine ich. Ich stelle die Frage dem US-Botschafter in Bern. Tüüüfeli, das ich sein kann, möchte ich einfach eine Antwort von ihm –oder von wem auch immer auf der Embassy. Viermal schreibe ich, viermal keine Antwort. Ja ja, ich weiss: Diplomaten darf man alles fragen, nur nichts Politisches. Kann man mir ja schreiben. So what?

Und hier schliesst sich der Kreis bereits. Sie glauben nicht, wie viele Leute auf Mails oder Briefe nicht antworten, selbst wenn man sie – oder eine Institution, die sie vertreten – lobt. Ich meine: respektlos. Ich erhalte von Ihnen, liebe Lesende, immer wieder Kommentare zu meinen Reportagen. Für mich eine Selbstverständlichkeit, darauf zu antworten. Hat meiner Meinung nach mit Anstand zu tun.

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