Die Weihnachtsmänner waren am Werk

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Am 24. November fuhr auch dieses Jahr der Kranwagen in der Fussgängerzone auf. Die drei «Weihnachtsmänner» Luigi Brenca, Ueli Jaisli und Patrizio Panicali installierten rund 900 Lämpchen in der Bümplizer Fussgängerzone.

Bereits zum dritten Mal in Folge erstrahlt die Fussgängerzone seit dem ersten Adventssonntag in weihnächtlichem Glanz. Verantwortlich für die beliebte Beleuchtung sind wiederum die beiden Initianten, SVP-Stadtrat Ueli Jaisli und Fahrzeugelektroniker Luigi Brenca. Auf den ersten Blick präsentiert sich die Einkaufspassage im Ortszentrum wie letztes Jahr: 900 Lämpchen hangeln sich von Baum zu Baum und bilden eine kompakte Lichterkette und beim Restaurant Sternen leuchtet erneut ein grosser Weihnachtsstern.

Wasserdichte Abzweigdosen
«Der Teufel liegt bekanntlich im Detail», sagt Chef-Weihnachts-Elektriker Luigi Brenca. «Auf Geheiss des EWB mussten wir dieses Jahr alle Abzweigdosen wasserdicht machen, was für die Passanten nicht ersichtlich ist, aber für uns mit Mehrarbeit und -kosten verbunden war. Aber Sicherheit geht vor», schmunzelt Brenca und Jaisli nickt zustimmend.

Auf Spenden angewiesen
Jaisli und Brenca leisten finanziellen Vorschuss, bis Spendengelder und der von der Stadt Bern gesprochene Zustupf eintreffen. So entstehen Kosten für das Kranfahrzeug für den Auf- und Abbau, für die Spezialbänder zwecks schonender Befestigung an den Bäumen, für die Ersatzlämpchen, die Lagermiete, die Umrüstung zu wasserdichten Abzweigdosen. «Freundlicherweise stellt uns dieses Jahr die Dosenbach-Filiale kostenlos den Stromanschluss zur Verfügung», freut sich Brenca. Neu sei in diesem Jahr auch, dass die Weihnachtslämpchen nicht mehrf über die Strassenbeleuchtung geschaltet seien, sondern über den Dämmerungsschalter, ergänzt Brenca.

Die drohende Stromknappheit macht auch vor den Überlegungen der Weihnachtsbeleuchter nicht Halt: So werden die Lämpchen während der diesjährigen Adventszeit voraussichtlich um Mitternacht ausgeschaltet. «Das macht Sinn, so können sich die Leute beim nächtlichen Gang nach Hause nochmals erfreuen», ist Brenca überzeugt. Die rund 900 Lämpchen sind allesamt mit der energiesparenden und langlebigen LED-Technologie ausgestattet. Ueli Jaisli rechnet vor: «Bei einem Verbrauch von 1770 Watt pro Woche ergibt das für den sechswöchigen Aushang rund 11’ 000 Watt, was uns Kosten von bloss rund 50 Franken verursacht.»

Starker Aufbau dank viel Routine
Für die Installation der Lämpchen haben die beiden wieder das Spezialfahrzeug mit dem beweglichen Kran gemietet und der Aufbau wurde vom bewährten Trio Jaisli, Brenca und Panicali realisiert, was einen ganzen Vormittag in Anspruch nahm. Wie schon die Jahre zuvor, sass jeder Handgriff. «Vorher wurde alles auf seine Funktionalität hin geprüft. Man kann nicht einfach nach einem Jahr das Material ungeprüft aus dem Keller holen und aufhängen», räumt Brenca ein.

Die Beleuchtung in der Fussgängerzone wird auch noch einige Tage im Januar 2023 nachweihnächtliche Stimmung verbreiten, aber am 12. Januar ist Schluss und die Lichter gehen aus, die Lämpchen werden wieder ein Jahr im Lager schlummern – ohne Leuchtkraft.

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