Sicherheit darf teuer sein

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43 Mio. Franken. So viel soll das neue Polizeizentrum Bern kosten. Wer bei so viel Geld politischen Widerstand erwartet hätte, ist eines Besseren belehrt worden. Der Grosse Rat stimmt dem Verpflichtungskredit mit 113 zu 9 Stimmen zu.

Für dieses Geld erhält Bern ein Zentrum, das diesem Wort gerecht wird. Heute betreut die Berner Kantonspolizei 18 Standorte, mehrere davon sollen in diesem Zentrum zusammengeführt werden. So lässt sich die gesamte kantonale Führungsinfrastruktur – die Regionalen Einsatzzentralen (REZ), das Lagezentrum, der kantonale Führungsraum Polizei, der Polizeiführungsstab und der Kantonale Führungsstab – unter einem Dach vereinen.

Kanton erhält Liegenschaften
Daneben werden Haft- und Befragungsräume, aber auch Schulungszimmer, Sport- und Verpflegungsräume realisiert. Rund 1400 Personen werden dereinst hier arbeiten. Bei Fertigstellung des Baus – voraussichtlich im Jahr 2028 – werden 8 von 18 Standorten schliessen können, weil sie im neuen Zentrum integriert sind. Der Kanton erhält damit freie Liegenschaften. Diese können die hohen Kosten etwas abfedern.

Kosten höher als angenommen
Im Grossen Rat waren auf jeden Fall nur ein paar Stimmen zu den steigenden Kosten zu vernehmen; ursprünglich sollte der Bau 280 Mio. Franken kosten. Der Kanton beauftragt einen Totalunternehmer für die Realisierung. Damit kann er die Kosten besser kontrollieren. Aber eines zeigt das neue Polizeizentrum im Wangental deutlich: Sicherheit darf wieder teuer sein, da gibt es politisch kaum Opposition.

Einfach erklärt
Die Polizei bekommt ein neues Zentrum. In Niederwangen. Es kostet 343 Mio. Franken. Das Parlament hat dazu Ja gesagt.

Sacha Jacqueroud

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